Anleitung für selbst designte Masken aus festem Papier

Verkleidungen haben das ganze Jahr Saison. Damit Sie zu jedem Kostüm die passende Maske anlegen können, liefere ich, Aleksandra vom Illusion Blog, Ihnen eine einfache Anleitung zum Nach- und Selbermachen.

Ein Pappteller als Basis für fantasievolle Kreationen

Keine Angst – Sie müssen kein DIY Profi sein, um eine Maske fertigzustellen. Auch als Ungeübte/-r kommen Sie mit unserer Anleitung zum Ziel – und werden bald schon mehr aus Ihrer einfachen Basis-Maske machen wollen.

Für jeden der vorgeschlagenen „Grundstöcke“ brauchen Sie:

– einen Pappteller
– Bleistift
– Radiergummi
– Lineal
– Schere
– Cutter
– kleine Gegenstände, die als Schablonen für Augen, Nase und Mund dienen können; am besten geht es mit Ausstechförmchen aus der Plätzchen-Küche

Komplett-Maske

Ermitteln und markieren Sie die Mitte des Papptellers durch Bleistiftlinien auf der Rückseite. Um ihren Schnittpunkt herum zeichnen Sie ein Motiv, das groß genug ist für die Nase des Maskenträgers/der Maskenträgerin. Schneiden Sie die Form mit der Schere und/oder dem Cutter aus, sodass ein Loch entsteht.

Halten Sie den Pappteller vor das Gesicht der zu maskierenden Person und markieren Sie den Augenabstand sowie die ungefähre Mundlinie. An diese Stellen kommen weitere Öffnungen in beliebiger Form – immer abhängig vom Kostüm bzw. der darzustellenden Figur.

Damit ist die einfachste Variante der Maske bereits fertig. Sie eignet sich hervorragend als Basis für ein Clowns-Gesicht bzw. zur Darstellung einer Sonne oder eines Löwen. Tipps dazu geben wir Ihnen weiter unten.

Halbmaske

Um eine Halbmaske herzustellen, ziehen Sie 1-2 cm unterhalb des Mittelpunkts einen Querstrich. Diese Linie markiert die Wangen-Partie der Maske und kann je nach Verkleidung gerade oder geschwungen verlaufen. Schneiden Sie den Pappteller in gewünschter Weise durch und arbeiten Sie an der entstehenden Kante eine Öffnung für den Nasenrücken ein.

Mit schräg stehenden mandelförmigen Augenöffnungen ist die nun vorliegende Maske eine hervorragende Basis für Kostüme im venezianischen Stil. Sie eignet sich aber auch sehr gut für einfache Tier-Larven und gruselige Fratzen. Wie Sie die Grundlage entsprechend verwandeln, erläutern wir weiter unten.

Halbmaske mit Nase

Für die „Fortgeschrittenen-Variante“ der Halbmaske verfahren Sie zunächst wie oben; trennen den unteren Teil jedoch (noch) nicht ab. Stattdessen zeichnen Sie auf diese Hälfte den Fang oder Schnabel eines beliebigen Tieres. Reicht der verfügbare Platz dafür nicht aus, kleben Sie einen weiteren Pappteller oder festes Papier an. Arbeiten Sie eher grob als filigran, denn der skizzierte Körperteil wird bis zur markierten Mittellinie ausgeschnitten und nach oben gefalzt, sodass er später auf dem Nasenrücken aufliegt.

Um der entstandenen Schnauze oder Schnabel-Partie Plastizität zu verleihen, können Sie auf Höhe der Mittellinie zwei Querschnitte machen und den vorstehenden Teil der Maske leicht falten oder wölben. Den letzten Schliff verleihen Sie ihr durch passend geformte Augenöffnungen und folgende Weiterbearbeitungs-Varianten:

Effekte aus Papier – Mehrwert für den Pappteller

Um die Basis-Masken zu „verfeinern“ oder ihre Charakteristik zu vertiefen, brauchen Sie zusätzlich:

– Tacker/Heftgerät mit Tacker-/Heftnadeln
– doppelseitiges Klebeband
– Kleber in Flüssig- oder Stickform

Nutzen Sie die Reste des Papptellers, dünnen Karton oder festes Papier, um Ohren, Hörner, Haare und ähnliche Körperteile zu entwerfen. Tackern oder kleben Sie diese nach dem Ausschneiden in passender Position an die Halbmaske. Auf diese Weise entstehen im Handumdrehen Tier-Larven für ein Katzen-, Hunde-, Affen- oder Bären Kostüm.

Mit fantasievoll geschwungenen „Auswüchsen“ oder Einschnitten verleihen Sie Ihrer Maske venezianisches Flair, mythologische Bedeutung oder Schmetterlings- und Blütenform. Halten Sie den bearbeiteten Pappteller zur Probe immer wieder vor’s Gesicht, um seine Wirkung zu testen.

Gestaltungs-Ideen für Ihre Maske

Hat die Maske ihre endgültige Form erreicht, kommt das Beste am Gestalten: die Farbgebung und das Dekor. Hierfür eignen sich

– Öl-, Wasser-, Plakatfarben oder ähnliche Malmittel
– Pompoms
– Moosgummi
– Folien
– Glitterpulver oder -paste
– Krepp-Papier-Streifen
– Perlen, Ketten und anderer Kleinschmuck
– Federn, Muscheln und anderes Naturmaterial

und die dazu passenden Auftragsmittel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Um dem DIY Drang etwas Struktur zu geben, haben wir ein paar Beispiele für selbst gestaltete Masken und Kostüme zusammengetragen:

Wildes Tier

Als Basis dient eine Vollgesichts-Maske mit schräg stehenden Augenöffnungen. Setzen Sie oben halbrunde Ohren an und bemalen Sie alles in einem hellen Sand- oder Beige-Ton. Nach dem Trocknen zeichnen Sie ein Katzengesicht auf und bestücken das „Maul“ mit scharfen Reißzähnen aus Papier. Eine üppige Mähne aus gelben, braunen und orangefarbenen Krepp-Papier-Streifen macht die Illusion vom Löwen perfekt.

Weises Tier

Hierfür eignet sich eine braune Halbmaske mit angearbeitetem Schnabel und runden Augenöffnungen, die Sie durch große gelbe Kreise erweitern. Federn und pelzige Brauen verleihen dieser Maske den typischen Eulen-Look.

Edelmann bzw. Edelfrau

Um die prunkvollen Larven des venezianischen Karnevals zu imitieren, empfehlen sich dunkle und/oder geheimnisvoll wirkende Grundfarben wie Schwarz, Samtblau, Bordeaux oder Lila – denen Sie mit Perlen, Glitzer, Spitze und Federn einen glamourösen Touch verleihen.

Totentanz

Mit etwas Geschick verwandelt sich der ursprünglich runde Pappteller in einen charismatischen Schädel mit gefletschten Zähnen und großen schwarzen Augen“öffnungen“. Ob das Kostüm dazu an Jack Sparrow oder den mexikanischen Día de los Muertos angelehnt ist, bleibt Ihnen überlassen.

Grusel-Spaß

Im matschgrünen Ton und mit grausig verzerrtem Mund wird aus ihrer Maske das perfekte Halloween-Accessoire. Große und kleine Wackelaugen aus dem Bastelbedarf machen Sie zum vieläugigen Monster mit immer wachem Blick.

So kommt Ihre Maske „zum Tragen“

Damit Sie Ihre sorgfältig designte Maske auch tragen können, benötigt sie noch Haltebänder oder einen Haltestab an. Dazu brauchen Sie:

– Stopfnadel und Hutgummi bzw. dicke Wolle ODER
– Trinkröhrchen und Heißklebe-Pistole

Je nachdem, für welche Befestigungs-Variante Sie sich entscheiden, behalten Sie die Hände frei oder können durch das Auf- und Absetzen der Larve mit Ihrer Verkleidung kokettieren.

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