DIY-Kostüm: Ein poppiger Anzug aus Luftpolsterfolie

Ein Kostüm muss nicht immer teuer gekauft werden. Ich, Aleksandra vom Blog Illusion zeige Ihnen heute, wie Sie schnell und einfach zu originellen Verkleidungen kommen. Mit DIY und Upcycling lassen sich im Handumdrehen Kostüme zaubern, die nicht jeder hat.

Salonfähig in Luftpolsterfolie

Ganz gleich, ob für Halloween, Fasching oder den nächsten Junggesellenabschied, ein Anzug aus Luftpolsterfolie ist einfach ein Knaller. Doch wie fertigt man das außergewöhnliche Kleidungsstück an?
Großes Talent zum Schneider braucht man dafür nicht. Wer mit Büromaterial umgehen kann, ist bereits auf der sicheren Seite. Diese Anleitung zeigt, wie Sie ohne viel Aufwand zu einem tollen Kostüm kommen.

Gut gepolstert zur Party

Für die Herstellung der Verkleidung braucht es lediglich eine Schere, jede Menge Klebstreifen oder Paketklebeband, idealerweise transparent, und – natürlich – Luftpolsterfolie – ein alter gepolsterter Umschlag enthält viel davon. Je größer die Stücke der Folie sind, desto einfacher ist es, das Kostüm zu fertigen. Direkt von der Rolle lässt sich die Folie besonders leicht verarbeiten. Wer nur kleinere Stücke hat, kann diese jedoch auch zusammenkleben. Ein Maßband ist nicht nötig. Es braucht nur den eigenen Körper und ein bisschen Vorstellungskraft. Die eigenen Arme und Beine reichen zum Abmessen der richtigen Längen und Weiten vollkommen aus.

  1. Die Hose
    Für die Hose wird eine Beinlänge von der Luftpolsterfolie abgeschnitten. Dafür hält man sich die Folie an oder setzt sich darauf. Reicht die Breite der Folie nicht komplett um das Bein herum, müssen eventuell zwei oder mehrere Bahnen zusammengeklebt werden.
    Wird das Hosenbein etwas länger ausgeschnitten und erhält es am unteren Ende einen Umschlag, gibt dies mehr Stabilität und die Länge lässt sich nachträglich anpassen.
    Die Hosenbeine werden in der passenden Weite zusammengeklebt. Dies passiert am besten direkt am Körper.
    Nun werden für den oberen Teil links- und rechtsseitig zwei breite Streifen Folie an der Hüfte angelegt und vorne und hinten mittig zusammengeklebt. Dabei lassen sich kleine Anpassungen an den Körper vornehmen, damit die Hose später gut sitzt und nicht rutscht. Der Hüftteil wird nun an den Hosenbeinen festgeklebt.
    Das Zusammenkleben ist auch bequem am Tisch oder auf dem Fußboden möglich, allerdings sollte man dann lieber doch genau messen, damit die Hose am Ende nicht zu eng ist.
    Achtung: Ein Overall oder eine eng geschnittene Hose haben ihre Tücken, wenn der Gang zur Toilette ansteht. Das Problem lässt sich umgehen, indem man sich für einen Zweiteiler entscheidet und eine Öffnung in die Hose einbaut, die leicht zu öffnen ist, ohne die Folie zu zerreißen.
  2. Das Oberteil
    Das Oberteil benötigt keine Kniffe aus der Haute Couture. Wenn es zwei Löcher für die Arme und eines für den Kopf hat, passt es.
    Mehrere Varianten sind hierfür denkbar. Ein Poncho benötigt nur einen breiten Teil Luftpolsterfolie, welcher der doppelten Länge des Oberkörpers entspricht. In die Mitte kommt ein Loch für den Kopf, seitlich wird das Oberteil unter den Armen zusammengeklebt.
    Die andere Variante hat jeweils ein Vorder- und Rückenteil. Die Teile werden an den Schultern und unter den Armen zusammengeklebt. Eine vordere Öffnung als Jacke ist bei beiden Varianten möglich. Länger geschnitten ist das Oberteil auch als Mantel tragbar.
  3. Die Ärmel
    Die Ärmel werden genauso gestaltet wie die Hosenbeine. Die Folie wird der Armlänge entsprechend abgemessen und in der benötigten Weite zusammengeklebt. Anschließend werden die Ärmel am Ärmelloch fixiert.
    Im Sommer oder für besonders heiße Partys empfehlen sich jedoch auch ärmellose Varianten, da man darin nicht so leicht schwitzt.

Tipp: Wer es professionell mag, kann sich für den Anzug aus Luftpolsterfolie natürlich auch ein Schnittmuster für einen Pyjama oder einen Jumpsuit zur Hilfe nehmen.

  1. Accessoires
    Passende Accessoires aus demselben Material runden das Outfit ab.
    So kann beispielsweise noch eine Kapuze hinzugefügt werden, um aus dem Oberteil einen Hoodie oder Regenmantel zu machen. Die Kapuze wird dafür mit Tape am Kragen angeklebt und angepasst.
    Ebenso gut machen sich ein separater Hut oder eine Mütze aus Luftpolsterfolie. Ein Gürtel kann die Verkleidung ergänzen, vor allem bei der längeren Mantelform.
    Aufgeklebte Taschen ermöglichen es, Kleinigkeiten darin aufzubewahren. Auch eine Umhängetasche aus Luftpolsterfolie passt gut zum Kostüm. Verstecken lässt sich darin allerdings nichts. Insgesamt sollte man in einem Kostüm aus Luftpolsterfolie nichts zu verbergen haben.
    Ein weiteres Highlight: Bringen Sie unter der Luftpolsterfolie Leuchtstäbe an, die im Dunklen für faszinierende Lichteffekte sorgen.

Selbstverständlich gibt es auch eine feminine Variante. Aus Luftpolsterfolie lässt sich genauso gut ein bezauberndes Kleid herstellen. Hier wird am Oberteil anstelle der Hose ein Rock festgeklebt, der in üppigen Rüschen oder auch eng anliegend gestaltet werden kann. Voluminöse Puffärmel sind eine Variation mit Stil und Statement. Mit einem breiten Streifen aus Luftpolsterfolie ist auch ein Oberteil als Corsage möglich.

Das Kostüm ist bedingt regenfest und lässt Spielraum für eigene Ideen. Mit etwas Fantasie und Geschick lassen sich weitere attraktive Details integrieren. Berührungsängste sollte man beim Tragen des Kostüms besser keine haben, denn die kleinen Luftblasen zum Platzen zu bringen, ist für jeden sehr verlockend.

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