Nachhaltiger Spaß – Karnevalskostüme selbst gemacht!

Wer heute umweltbewusst denkt und trotzdem seinen Spaß haben will, zum Beispiel im Karneval, ist darauf angewiesen sich genau umzusehen was im Einkaufskorb landet. Kostüme oder Requisiten aus Plastik lassen dem geneigten Umweltschützer die Zornesröte ins Gesicht steigen ob ihrer Umwelt-Unverträglichkeit. Solche Accessoires gehören ein für allemal der Vergangenheit an, in der man egoistisch das Leben genoss, statt sich Sorgen zu machen. Neue Zeiten bedürfen einer neuen Achtsamkeit in allen Bereichen der Gesellschaft. Nicht nur die Plastiktüte beim Einkauf, nein, auch das Kinderspielzeug muss heute nachhaltig und biologisch abbaubar sein – schöne neue Welt! Doch nicht nur der Aspekt der Umweltverträglichkeit führt oft zu Unzufriedenheit beim Kunden. Die für teures Geld angebotenen Kostüme sind oft in Verarbeitung und dadurch auch Aussehen als mangelhaft bis billig zu beschreiben. Um besondere Effekte oder eine bestimmte Illusion zu erzielen muss tief in die Tasche gegriffen werden – und wer tut dies schon gerne für ein Karnevalskostüm?

Ein Blick in eines der zahlreichen Kölner Geschäfte für Karnevalskostüme und Faschingsbedarf zeigt deutlich, dass diese neue Sensibilität und Achtsamkeit und auch die aktuellen Qualitätsansprüche noch nicht überall in der Gesellschaft angekommen sind. Vor allem die Industrie, welcher Profit noch immer vor Ideologie geht, setzt die neuen Nachhaltigkeitsansprüche bewusster Käufer nur selten und auch dann nur ungern um.

Der geneigte Held der Umwelt und Freund außergewöhnlicher, effektvoller Verkleidungen ist also in den meisten Fällen erstmal auf sich selbst gestellt. Die Clown-Schuhe aus Plastik links liegen lassend wird er – oder sie – sich vermutlich an die eigene Nähmaschine setzen und versuchen, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Da dieses Unterfangen nicht immer von Erfolg gekrönt ist, hat sich eure Aleksandra auf die Suche nach einfachen und doch effektiven Lösungen für die tollen Tage gemacht.

Effektvoll und dabei Umweltschonend – doch wie?

Ein Klassiker der sowohl einfach als auch effektiv und immer wieder gerne gesehen ist, ist das Wetterkostüm.

Eine blaue Jacke wird mit Wattebäuschen dekoriert, die für kleine Schneeflocken stehen und schon ist der verschneite Himmel, der mit einem Haarreif, ebenfalls mit Watte umwickelt zum einfachen aber sicheren Hingucker wird, fertig. Etwas blaue und weiße Schminke ins Gesicht und vollendet ist das einfache, nachhaltige und schöne Kostüm, das garantiert die Blicke auf sich zieht!

Wer es dennoch etwas aufwändiger möchte, kann sich auch als Flamingo verkleiden. Federboas sind auf vielen Dachböden zu finden, diese werden auf clevere Weise für dieses Kostüm wiederverwendet in dem sie als „Flamingohals“ um die Schultern des Trägers gelegt werden. An den Enden und auf dem benötigten weißen T-Shirt wird dann der Kopf des Flamingos angebracht. Mit schwarzen oder weißen Federn lässt sich nach diesem Vorgang auch ein Schwan oder ein ganz anderer Vogel zaubern.
Wer sich nicht in die Tierwelt begeben möchte, kann sich natürlich auch als süße Leckerei verkleiden.

Das Popcorn-Kostüm ist ein beliebter Klassiker und auf jedem Umzug oder jeder Hausparty gerne gesehen. So schön das Kostüm ist, so einfach ist die Herstellung.

Papier wird zu Kügelchen zerknüllt, mit gelber Farbe besprüht und mit einem Heftfaden oder der Klebepistole an einem möglichst gelben T-Shirt oder Pullover befestigt. Der Haarreif wird mit einer Popcorn-Tüte beklebt, die nach Belieben mit dem aus Papier hergestellten Popcorn dekoriert und gestaltet werden kann. Wer es ganz ausgefallen mag, kann auch echtes Popcorn in die Tüte füllen, ein echter Hingucker und garantiert zum „Anbeißen“.

Eine andere, sehr beliebte Verkleidung ist die Freiheitsstatue – Ein ambitioniertes Projekt für fortgeschrittene Bastler.

Es benötigt ein gewisses Können, um die türkisen Stoffbahnen zu einem Kostüm zu formen, dafür lassen sich die benötigten Utensilien welche aus Krone und Fackel bestehen einfach aus Moosgummi selbst herstellen. Dieses ist besser zu verarbeiten und auch viel nachhaltiger als Plastik. Ein schönes Extra eines schönen Kostüms, welches ideal auf die Spitze eines jeden Umzugswagens passt.

Wer es naturverbundener möchte, der ist mit dem Kaktus ideal bedient.
Aus einem schlichten grünen Pullover und einigen Pfeifenreinigern kann ohne Mühe einfach ein Kaktus entstehen. Es kann, je nach Wetterlage oder Jahreszeit auch ein Kleid verwendet oder noch eine grünliche Mütze mit den Pfeifenreiniger-Stacheln bestückt werden. Einige mächtige Blüten die im Laden gekauft oder auch einfach selbst gebastelt werden können, besorgen die nötige Abwechslung und sind willkommene Farbtupfer auf einer ganz besonders schönen Verkleidung.

Wer unter all diesen Vorschlägen noch nichts für sich entdeckt hat, dem sei zum Abschluss ein ganz besonderer Zeitgenosse empfohlen.

Das „Krümelmonster“ ist ein absolutes Highlight und ziemlich simpel herzustellen. Einfach komplett blau kleiden und einen riesigen Keks (ob echt oder aus Pappe ist egal)in die Hand nehmen. Wer es ganz ausgefallen will, bastelt sich noch große Kulleraugen aus Tennisbällen, welche an einer Spaßbrille befestigt werden können und fertig ist der drollige Geselle!

Welches Kostüm auch immer das Richtige ist – das Wichtigste ist der Spaß bei der Herstellung. Wenn dabei noch die Umwelt ihre Freude an den Produkten hat, ist an alle gedacht!

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