Umweltfreundliche Alternative: Der Ökoglitzer

Bald ist es wieder so weit – Halloween steht vor der Tür und die DIY Liebhaber machen sich langsam daran Kostüme für sich oder ihre Liebsten zu gestalten. Häufig kommt dabei auch Glitzer zum Einsatz. Auf den kreativen und liebevoll gestalteten Verkleidungen macht sich verschiedenfarbiger Glitzer, der für gewöhnlich in jedem Bastelladen erhältlich ist, natürlich gut. Allerdings hat der funkelnde Glitzer auch seine Schattenseite, die wir bei Illusion aufdecken.

Herkömmlicher Glitzer ist umweltschädlich!

Denn Glitzer ist nichts anderes als Mikroplastik. In den letzten Jahren ist häufig die Rede von Mikroplastik in den Meeren. Doch warum ist das überhaupt so gefährlich? Dazu muss man zunächst einmal den chemischen Aufbau von Mikroplastik betrachten.

Im Allgemeinen versteht man unter Mikroplastik kleine Kunststoffteilchen mit einem Durchmesser von bis zu 5 mm. Der meiste Glitzer besteht aus PET (Polyethylenterephthalat), einem Polymer, welches aus dem fossilen Brennstoff Erdöl gewonnen wird. Der Glitzereffekt wird dadurch erzeugt, dass der PET Träger mit Aluminium und synthetischen Farbstoffen beschichtet wird. Da diese Bestandteile biologisch nicht abbaubar sind, ist der herkömmliche Glitzer auf viele Arten schädlich.

Wird beispielsweise Glitzer auf einer Verkleidung oder im Gesicht verwendet und fällt dann ab oder wird abgewaschen, landen die Partikel im Boden und im Wasser. Sie sind so klein, dass sie Kläranlagen kinderleicht passieren können und somit auch wieder in unser Trinkwasser gelangen. Die andere Option ist, dass das Abwasser ins Meer oder andere Gewässer geleitet wird und Fische und andere Meeresbewohner das Mikroplastik in sich aufnehmen. Das führt im Körper der kleinen Tiere zu Entzündungen und im schlimmsten Falle zum Tod, sodass wir mit unseren Mikroplastik-Abfällen massiv in das größte Ökosystem der Erde eingreifen. Auch für uns Menschen ist das Mikroplastik schädlich und spätestens wenn wir Fisch oder andere Meeresfrüchte essen, gelangt es auch in unserem Körper. Das, Aluminium, mit dem die Glitzerpartikel beschichtet sind, ist nämlich potenziell krebserregend und auch die Farbstoffe und Lacke sind schädlich für unsere Gesundheit. Auch in der Herstellung ist der normale Glitzer nicht gerade nachhaltig. Für den Abbau von Aluminium werden Regenwälder abgeholzt und auch die Abfallprodukte wie Rotschlamm schädigen die Umwelt.

Worauf können Sie nun zurückgreifen, wenn Sie auf das funkelnde Extra auf Ihrem Kostüm nicht verzichten wollen?

Die Lösung ist Ökoglitzer!

Der Glitzereffekt wird zum Beispiel bei Naturkosmetik-Herstellern mithilfe von Mica oder auch Glimmer erzeugt. Das ist ein natürliches Mineral, welches häufig in Indien abgebaut wird. Allerdings gibt es auch hierbei ethische Bedenken, denn in Indien ist Kinderarbeit in den Minen völlig normal. Andere Hersteller setzen auf PLA (Polymilchsäure), welches aus Maisstärke oder Zuckerrohr gewonnen wird. Diese ist aber noch Jahrzehnte später im Wasser nachweisbar, weshalb eine vollständige biologische Abbaubarkeit nicht garantiert werden kann. Wiederum andere Hersteller verwenden Cellulose aus nachhaltig angebautem Eukalyptus als Grundmaterial. Allerdings gibt es auch hier keinen Nachweis, dass das Material 100% biologisch abbaubar ist, da dennoch Farbstoffe und ein geringer Anteil Aluminium verwendet werden müssen, um den Ökoglitzer herzustellen. Bei allen Varianten von groben Glitzerpartikeln sollte trotzdem darauf geachtet werden, dass die mit Farbmitteln und Lacken versehenen Partikel nicht an die Schleimhäute gelangen. Auch wenn vollständige Nachhaltigkeit nicht nachgewiesen ist, ist der Ökoglitzer gegenüber dem gefährlichen Mikroplastik allemal die bessere Option.

Zu guter Letzt noch einige Tipps, wie Sie die Verwendung von Glitzer bei Kostümen und im Make-up noch ökologischer gestalten können:

  1. Achten Sie beim Kauf von Ökoglitzer nach Möglichkeit auch darauf, dass das Produkt vegan und tierversuchsfrei ist, denn auch das ist schonend für die Umwelt und ihre Bewohner
  2. Herkömmlichen Glitzer in den Restmüll werfen, damit er nicht ins Abwasser und in die Meere gelangen kann.
  3. Wird Glitzer (auch Öko Glitzer) im Make-Up verwendet, sollte beim Abschminken, darauf geachtet werden, dass statt Waschgel ein Abschminktuch verwendet wird, welches anschließend im Restmüll entsorgt wird.

Sollten Sie also bereits eine glitzernde Verkleidung geplant haben, achten Sie darauf Ökoglitzer zu verwenden und tun Sie Ihrer Umwelt etwas Gutes!

Ihre
Aleksandra von Illusion

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